FAQ

  • Wie lange dauert ein Training?

    Eine Trainingseinheit dauert normalerweise 50 Minuten.

    Wieviele Trainingseinheiten notwendig sind um einen spürbaren und nachhaltigen Erfolg zu erzielen ist sehr unterschiedlich und hängt nicht nur von der Aufmerksamkeitsspanne, der Anzahl der differenten Sinneswahrnehmungen, der Quantität der Fehler, aber auch vom Trainee selbst ab.


  • Tritt Legasthenie auch beim Erlernen einer Fremdsprache auf?

    Kann, muss aber nicht.

    Dennoch kämpfen viele Legastheniker auch beim Fremdspachenerwerb mit den gleichen Problemen wie in der Muttersprache.

    Vor allem beim Erwerb der Sprache Englisch treten häufig die Symptome auf, da der Spracherwerb schon früh beginnt und viele Legastheniker noch ihre Probleme mit dem Aufmerksamkeitshalten und mit der Wahrnehmung nicht gut genug unter Kontrolle haben. Vorallem die unterschiedliche Schreibweise zur Aussprache macht vielen Legasthenikern starke Probleme.

  • Können Erwachsene auch Legasthenie oder Dyskalkulie haben?

    Da Legasthenie und Dyskalkulie genetische Variationen sind wächst es sich nicht aus. Daher ja, Legasthenie und Dyskalkulie bleiben auch im Erwachsenenalter.

    Viele Jugendliche und Erwachsene haben über die Jahre gelernt, mit ihrer Schwäche umzugehen, bzw Möglichkeiten gefunden sie vor anderen zu verbergen.

    Erwachsene kommen oft durch veränderte Lebensumstände zu einem Punkt, wo die Tatsache, dass sie Legasthenie oder Dyskalkulie haben wieder beeinträchtigend empfunden wird. Sei es durch den Wunsch nach einer neuen Ausbildung oder Umschulung, oder die Karrierechancen verbessern zu wollen, dem Kind gut vorlesen zu wollen oder einfach um sich selbst etwas Gutes zu tun.

    Es ist durchaus sinnvoll auch als Erwachsener mit einem Training zu beginnen.

  • Was sind Low-Level-Funktionen?

    Low-Level-Funktionen dienen der automatischen Verarbeitung basaler akustischer Merkmale wie Zeit- und Frequenzauflösung. Dies brauchen wir um Lautmerkmale, Laute, Wörter und Sätze richtig im Gehirn verarbeiten zu können.

    Sind diese Funktionen nicht gut ausgeprägt, führt dies zu einer schlechten Hörwarnehmung und somit zu nicht korrekt verstandenen Wörter oder Lauten.

    Low-Level-Funktionen:

    • Die visuelle und auditive Ordnungsschwelle: die Fähigkeit, schnell aufeinander folgende optische und akustische Sinnesreize getrennt wahrzunehmen und in eine Reihenfolge zu bringen.
    • Das Richtungshörvermögen: die Fähigkeit, Richtungsunterschiede einer Schallquelle auf wenige Winkelgrade genau zu orten.
    • Die Tonhöhenunterscheidung: die Fähigkeit, rasche Tonhöhenunterschiede zwischen zwei aufeinander folgenden Tönen zu unterscheiden.
    • Synchrones Tapping: die Fähigkeit, wahrgenommene Reize möglichst schnell zu verarbeiten und in Bewegung umzusetzen.
    • Wahl-Reaktions-Zeit: die Fähigkeit, dank auditiv-motorischer Koordination bei der Entscheidung zwischen mehreren Möglichkeiten schnell und treffsicher zu reagieren.
    • Frequenz-Muster-Erkennung: die Fähigkeit, über Erkennung auditiver Muster in Tonfolgen die in der Höhe abweichenden Töne zu lokalisieren.
    • Zeit-Muster-Erkennung: die Fähigkeit, über Erkennung auditiver Muster in Tonfolgen die in der Länge abweichenden Töne zu lokalisieren.

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Foto verwendet unter der Creative Commons A Guy Taking Pictures  © Dysleg Astrid Distel 2014